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Barren- und Münzenkäufe treiben weltweite Gold-Nachfrage an

Fulminanter Jahresauftakt für die Edelmetall-Branche.

29. April 2026

Die weltweite Goldnachfrage stieg im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 2 Prozent und erreichte 1'231 Tonnen. Dies berichtet die Branchenorganisation World Gold Council (WGC). Stark zum Zuwachs beigetragen haben die Käufe von Münzen und Barren. Insgesamt belief sich die Nachfrage in diesem Bereich auf 474 Tonnen (+42 %). Es ist das zweitstärkste je gemessene Quartalsergebnis. Die Käufe von Gold-ETFs setzten sich im 1. Quartal fort (+62 Tonnen), jedoch mit geringerer Dynamik als im Vorjahresquartal. Die Zentralbanken kauften im ersten Quartal 244 Tonnen Gold (+3 %). Der Trend der Zentralbanken ist nicht einheitlich. In einem separaten Report weist das WGC aus, dass beispielsweise Russland und die Türkei in jüngster Zeit Gold verkauften.

In fast allen Ländern, die das World Gold Council statistisch erfasst, verzeichneten die Käufe von Barren und Münzen Zuwächse. Ausgeprägt ist die Nachfrage nach physischem Investment-Gold nach wie vor in Asien. China belegt mit einem Bedarf von 207 Tonnen im ersten Quartal die Spitze (+67 % gegenüber Vorjahr). Auch in Europa haben die Barren- und Münzenkäufe stark angezogen. In der Schweiz stiegen die Käufe auf 7,9 Tonnen (+37 %). Deutschland erreichte 12,3 Tonnen (+17 %). In Österreich haben sich die Käufe gegenüber dem Vorjahr verdoppelt auf 1,7 Tonnen.

Aussergewöhnliches Marktumfeld für Edelmetall-Branche

Was die globale Statistik des WGC ausweist, schlägt auch in den Verkaufszahlen beim Schweizer Edelmetallhändler philoro zu Buche. Die Anzahl Transaktionen hat bei philoro SCHWEIZ im ersten Quartal um den Faktor 2,9 zugenommen. Auch der Wert eines durchschnittlichen Warenkorbes ist um 18,1 Prozent gestiegen. «Die starke Zunahme lässt sich durch das aussergewöhnliche Marktumfeld im Januar und Februar erklären», sagt Christian Brenner, CEO von philoro SCHWEIZ. «Gold und Silber waren bei Anlegern als sicherer Hafen stark gefragt infolge geopolitischer Spannungen und der Unklarheit in der US-Zollthematik. Gepaart mit der hohen Nachfrage der Zentralbanken sorgte dies für Allzeithochs beim Goldpreis», erklärt Brenner. «Die Nachfrage nach Edelmetallen war zeitweise so hoch, dass einzelne Produkte knapp verfügbar waren, was die Marktbewegung zusätzlich anheizte», so der Edelmetall-Experte.

Interessant ist, dass im ersten Quartal sowohl bei Gold als auch bei Silber grössere Stückelungen in Form von Barren im Vergleich zum Vorjahr wieder stärker gefragt waren als Münzen. «Die Anleger scheinen derzeit einen langfristigen Fokus zu haben, weshalb sie grosse Stückelungen favorisieren. Würden sie mit einem baldigen Verkauf rechnen, wären kleinere Einheiten wichtiger, um flexibel zu sein», sagt Christian Brenner von philoro. Bei den Goldbarren war der 100-Gramm-Barren besonders gefragt und zusätzlich auch der Kilobarren. Bei den Münzen waren das klassische Goldvreneli sowie der Krügerrand zu einer Unze Gold besonders beliebt. Bei Silber lag der Kilobarren im Trend.

«Bargeld steht für Selbstbestimmung, Privatsphäre und unmittelbare Verfügbarkeit»

«Die Fünfrappen-Frage und die Bargeld-Frage gehen in unterschiedliche Richtungen», betont Christian Brenner von philoro. «Beim Fünfrappen-Stück geht es um den Entscheid, ob es eine Münze mit äusserst tiefem Nominalwert noch braucht, doch bei Bargeld geht es um wesentlich mehr», erklärt Brenner und präzisiert: «Bargeld steht für Selbstbestimmung, Privatsphäre und unmittelbare Verfügbarkeit – unabhängig von Technik, Strom oder Dritten.» Deshalb erstaune es auch nicht, dass in der Schweiz die Bargeld-Initiative lanciert wurde, so der philoro-Chef.

Bei Edelmetallen besser langfristig als anlassbezogen investieren

Der Goldpreis ist mit dem Ausbruch des Krieges im Iran zunächst eingebrochen, hat sich aber rasch wieder aufgefangen. «Der Zeitpunkt, um Gold zu kaufen ist immer gut», sagt Christian Brenner. «Bei Edelmetallen sollte man stets einen langfristigen Fokus haben und nicht anlassbezogen kaufen», so Brenner.

Neuste Banken-Prognosen rechnen langfristig mit einem massiven Anstieg des Goldpreises. Bis 2027 hält die US-Grossbank Wells Fargo 8'000 USD-Dollar pro Unze für möglich. Die Deutsche Bank sieht in einem Langzeitblick den gleichen Wert. Wells Fargo geht davon aus, dass sich Investoren gegen die schleichende Abwertung von Papiergeld absichern wollen (Debasement-Trade) und deshalb in Gold investieren. Wenn viele Länder immer mehr Schulden machen und die Zentralbanken trotz Inflation die Zinsen tief halten, um die Wirtschaft zu stützen, verliert Papiergeld an Kaufkraft. Die Bank sieht Gold deshalb zunehmend als strukturellen Wertspeicher statt nur als Krisenwährung.

Zentralbanken als strategische und nachhaltige Gold-Käufer

Analysten sind sich einig, dass die kaufenden Zentralbanken aus strategischen Gründen zu langfristigen Käufern gehören. Länder, die verkaufen, tun dies aus einem gewissen Zwang. Russland trennt sich von Gold, um den Ukraine-Krieg zu finanzieren. Die Türkei hat aufgrund von Liquiditäts- und Währungsdruck in letzter Zeit Gold abgestossen.

Weil der Goldpreis trotz der jüngsten Volatilität grundsätzlich auf sehr hohem Niveau war, blieb die Nachfrage nach Schmuck im ersten Quartal laut World Gold Council mengenmässig unter Druck und lag bei 335 Tonnen (-23 % gegenüber Vorjahr). Die Nachfrage nach Gold in der Technologie stieg leicht um 1 Prozent auf 82 Tonnen, was laut WGC grösstenteils auf das anhaltende Wachstum der KI-Infrastruktur zurückzuführen ist.

Medienkontakt:

Christian Brenner, CEO philoro Schweiz AG

[email protected]

Christian Iten, PR Manager, philoro Schweiz AG

[email protected]

+41 79 306 81 01,

Über philoro Schweiz AG

Die philoro SCHWEIZ AG wurde 2017 gegründet. Der europaweit agierende Edelmetallhändler ist Teil der 2011 in Wien gegründeten philoro HOLDING GmbH und zählt zu den führenden privaten Anbietern im Bereich der qualitativ hochwertigen Edelmetallveranlagung in Europa. Das Familienunternehmen hat mehr als eine Million Kunden, rund 300 Mitarbeitende und umfasst 17 Standorte im deutschsprachigen Raum sowie eine Niederlassung in New York. Die Filialen in der Schweiz befinden sich in Wittenbach bei St. Gallen und in Zürich nahe der Bahnhofstrasse. Eine Liechtensteiner Filiale gibt es in Eschen. Mit dem GOLDWERK im österreichischen Korneuburg kann philoro als Produzent Edelmetalle wieder in den Wertekreislauf zurückführen und die gesamte Wertschöpfungskette abbilden. Die philoro-Dienstleistungen umfassen das gesamte Spektrum der Veranlagung in Edelmetalle. Dazu gehören der An- und Verkauf sowie die Lagerung von Edelmetallmetallen, das Angebot von Edelmetall-Abos und die persönliche Beratung für private und institutionelle Anleger. Neben höchsten Service- und Sicherheitsstandards im Online-Shop ebenso wie im Filialbetrieb steht philoro für höchste Qualitätsansprüche im Handel und Vertrieb, aber auch bei der Produktqualität seiner Goldbestände – von der zertifizierten, nachhaltigen Goldproduktion gemäss LBMA (London Bullion Market Association) bis zur Verarbeitung der Barren und Münzen. Qualitätsmanagement und Servicequalität von Philoro sind vielfach ausgezeichnet – u.a. von TÜV NORD und Focus Money. www.philoro.ch