US-Daten sorgten für turbulente Woche – Gold. Markt. News. Woche 41, 2022

US-Daten sorgten für turbulente Woche – Gold. Markt. News. Woche 41, 2022 17.10.2022

Woche 41, 2022

Insights

Bestseller:

Unsere Bestseller der letzten Woche in Gold waren der Gold Philharmoniker 1 oz und der Goldbarren 1 kg. Bei Silber konnte sich der Silber Philharmoniker 1 oz zurück an die Spitze kämpfen und bei den Barren war der Silber CombiBar 100 x 1 g der beliebteste.

Frequenz:

Nach der tollen Rallye im Preis von letzter Woch ist die Frequenz um 40% gestiegen.

Ankauf vs. Verkauf:

Nach einer grossartigen Vorwoche wurde die Frequenz in der KW 41 etwas ausgebremst. Diese ging im Vergleich um 10% zurück.

Edelmetalle

Die Märkte befanden sich letzte Woche die meiste Zeit im Korrekturmodus. Nachdem die unerwartet guten US-Arbeitsmarktdaten vom 7. Oktober veröffentlicht wurden. Diese zeigten einen Rückgang der Arbeitslosenquote auf 3,5 %. Weiters schauen alle in Richtung der nächsten Sitzung der US-Notenbank FED der kommenden Woche. Die Markerwartungen liegen bei einem Zinssatz von 0.75 %.

Die Nachricht, die einen wocheninternen Anstieg des US-Dollars auslöste (der Dollar-Index lag zu Beginn der Woche bei + 2 %), führte dann auch zu einem Ausverkauf bei Risikoanlagen und beendete eine kurzlebige Rallye, die in der Vorwoche einen Anstieg der Aktien und Edelmetallen um mehrere Prozent bewirkt hatte.

Die Korrektur am Aktienmarkt in Verbindung mit einem Rückschlag bei den Anleihen, bei denen die Kurse einiger längerfristiger Anleihen im letzten Jahr um 30 % oder mehr gesunken sind, bedeutet nun, dass diversifizierte Portfolios im Jahr 2022 den schlimmsten Rückgang ihrer Geschichte verzeichnen. Die Märkte haben sich in der Tat so schlecht entwickelt, dass 2022 das erste Jahr in der Geschichte ist, in dem sowohl der S&P 500 als auch die 10-jährigen Staatsanleihen mehr als 10 % an Wert verloren haben. Diese Zahlen werden natürlich durch die aktuellen Inflationsraten noch problematischer, was bedeutet, dass der "reale" Verlust für die Anleger noch grösser ist.

Zum Stichwort Inflation – die letzte Woche veröffentlichten Daten aus den Vereinigten Staaten zeigen, dass der Preisdruck nicht wirklich nachlässt, denn die Verbraucherpreise stiegen bis Ende September auf 8.2 %, was über den Markterwartungen lag.

Während die Gesamtrate von knapp über 9 % pro Jahr, die sie im Juni erreichte, gesunken ist, steigen die Kerninflation (d. h. ohne Lebensmittel und Energie) sowie der Median und der Mittelwert des Verbraucherpreisindex auf Jahresbasis weiter an. Sie erreichten im September 6.6 %, 7 % bzw. 7.3 % pro Jahr.

Die Edelmetalle waren in den letzten Woche auch nicht immun gegen die Turbulenzen an den Märkten. Gold verlor 3 %, hält sich aber immer noch über der Marke von 1.650 USD pro Unze. Während Silber um 9.7 % fiel und damit den grössten Teil der Erholung der letzten Woche wieder einbüssen musste, als die beiden Metalle kurzzeitig über USD 1,730 und CHF 1,675 pro Unze in Gold respekitv Silber USD 21.00 und CHF 20.80 pro Unze notierten.

Das Jahr 2022 wird wahrscheinlich als das Jahr des US-Dollars (USD) in Erinnerung bleiben. Seit Jahresbeginn hat der USD einen Höhenflug hingelegt und ist, gemessen an der Entwicklung des Dollar-Index (DXY), um fast 20 % gestiegen, diese Entwicklung macht dem gelben Metall zuschaffen. Trotzdem es gibt auch Anzeichen für Rückendeckung der Edelmetalle – die Inflationszahlen sind weiterhin hoch, die Ängste einer Rezession geistern umher und die Lage in der Ukraine entspannt sich kaum, sondern verkehrt sich ins Gegenteil.

MarktChart_Gold-Silber_KW41

Aktienmärkte

Amerikanische Märkte:

Der amerikanische Markt startete die letzte Woche mit einem Abverkauf-Druck. Dieser führte dazu, dass sich der US500 Index, welcher die 500 wichtigsten Aktien der USA misst, praktisch die ganze Woche unter dem wichtigen Unterstützungsniveau von 3600 Punkten bewegte. Gegen Mitte der Woche konnte sich der Index jedoch nur temporär erholen mit einem Anstiegsversuch, der den Index kurzfristig über 3600 Punkte führte. Der Index konnte die Woche trotz Rettungsversuchen nur negativ abschliessen und verkaufte sich um 1.5 % ab. Generell erlebte der amerikanische Markt eine volatile Woche, dank der Veröffentlichung der CPI-Daten in den USA. Diese fielen schlechter als erwartet aus. Daher bewegte sich der US-Markt, rasant nach unten. Der Donnerstag brachte jedoch ein wenig Erleichterung und so konnten sich viele Märkte wieder in Richtung Unterstützung erholen. Der Index schloss die Woche auf 3590 Punkten mit einem gesamten Abverkauf zum Montag von rund 1.5 %.

Europäische Märkte:

Die europäischen Märkte wurden letzte Woche verhältnismässig weniger hart getroffen. Der DE40 durfte die Woche minimal positiv beenden. Mit einer Kursverbesserung von 1.38 % schloss der Index im Vergleich zu anderen Indexen die Woche positiv ab. Die Unterstützung des Indexes bei 12400 Punkten wurde zwar schon vermehrt durchbrochen, jedoch waren die Abweichungen der Kursbewegungen unter die Grenze nicht signifikant. Sollte sich der DE40 über das Niveau von 12400 Punkten retten und halten können, könnte das ein gutes Indiz dazu bieten, dass wir vorübergehend ein Tief in den europäischen Kapitalmärkten erreicht haben könnten. Ein klarer Einbruch des Kurses unter 12000 Punkten mit einer Konsolidierung des Preises auf diesem Niveau könnte hingegen ein Indiz für einen weiteren Abverkauf dienen. Wie sich die europäischen Märkte in den kommenden Wochen entwickeln, ist unklar. Jedoch Fakt ist, der Markt schaut gespannt auf die EU-Inflationszahlen die diese Woche veröffentlicht werden.

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Krypto

Die Volatilität der Märkte in der vergangenen Woche war am stärksten bei den Kryptos zu spüren. Mit der Veröffentlichung der CPI-Zahlen der US, verkaufte sich Bitcoin um ganze 6 % ab. Innert Minuten verlor die bekannteste Kryptowährung 1000 USD pro Coin. Jedoch so schnell wie sich Bitcoin abverkaufte, konnte er sich wieder erholen, mit einem spektakulären Anstieg von 10 % innert 12 Stunden kletterte Bitcoin von 18190 USD pro Coin auf 19900 USD pro Coin. Derartige Volatilität ist eigentlich normal für den jüngsten Markt, der in unserem Marktreport beschrieben wird, jedoch konnten wir in den letzten 2 Monaten nicht viel von diesem Volatilitätspotential spüren. Sofern sich Bitcoin über 18000 USD pro Coin halten kann, findet die Kryptowährung weiter Resistenz bei 20500 USD. Bei einem Durchbruch durch die wichtige Grenze von 20500 USD könnte wir wieder mehr Volatilität sehen, die sich in den Markt bewegt.

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