Ein historischer Moment für Edelmetall-Anleger: Gold erreicht erstmals die Marke von 4'600 US-Dollar – und seigt weiter. Gleichzeitig passiert im Silbermarkt etwas, das es so noch nie gegeben hat. In diesem FAKTENCHECK von philoro TV analysiert Moderator Joachim Brandl, warum politische Eskalation, Notenbank-Streit und das Verhalten der Großbanken eine neue Phase für Gold und Silber eingeläutet haben.
Gold durchbricht die 4'600-Dollar-Marke
Was vor einem Jahr noch undenkbar schien, ist jetzt Realität: Der Goldpreis erreicht ein neues Allzeithoch. Auslöser ist nicht nur geopolitische Unsicherheit – sondern ein direkter Konflikt zwischen dem Weissen Haus und der US-Notenbank.
Der Markt reagiert sensibel, weil hier mehr auf dem Spiel steht als ein Zinsschritt: Es geht um das Vertrauen in das globale Geldsystem. Während der US-Dollar deutlich unter Druck gerät, fliesst Kapital in Gold als letzten neutralen Wertspeicher.
Großbanken gehen erstmals Netto-Long bei Silber
Noch brisanter als Gold ist die Entwicklung am Silbermarkt. Laut COMEX-Daten haben grosse US-Banken ihre historisch dominanten Short-Positionen aufgegeben – und sind auf die Käuferseite gewechselt.
Das ist ein Paradigmenwechsel:
Banken waren jahrzehntelang Netto-Short
Jetzt setzen sie offiziell auf steigende Preise
Short-Risiken werden abgebaut
Die Marke von 86 US-Dollar wurde durchbrochen – Rekordhoch
Diese Positionswechsel signalisieren: Selbst die mächtigsten Marktteilnehmer rechnen mit einer strukturellen Verknappung und weiter steigenden Preisen.
Ein politischer Konflikt mit globalen Folgen
Der unmittelbare Auslöser der Marktverwerfungen: Strafrechtliche Ermittlungen gegen Fed-Chef Jerome Powell. Offiziell geht es um Unregelmässigkeiten bei der Renovierung von Fed-Gebäuden – Powell spricht von einem Vorwand.
Im Kern steht ein Machtkampf:
Trump fordert aggressive Zinssenkungen
Powell blockiert aus geldpolitischer Verantwortung
Die Unabhängigkeit der Fed steht infrage
Für die Märkte ist das ein rotes Tuch. Denn eine politisch gesteuerte Notenbank bedeutet: weniger Vertrauen, mehr Inflation, mehr Flucht in Sachwerte.
Wenn Institutionen wanken, gewinnen Edelmetalle
Die aktuelle Bewegung ist keine kurzfristige Panikreaktion. Sie ist Ausdruck eines tieferen Problems: dem Verlust institutioneller Glaubwürdigkeit.
Der US-Dollar bricht ein
Gold und Silber steigen parallel
Banken decken Risiken ein
Anleger suchen nicht Rendite, sondern Sicherheit
Gold und Silber funktionieren hier nicht als Spekulation, sondern als ehrliche Währungen – unabhängig von Politik, Justiz und Zentralbanken.
Fed-Sitzung Ende Jänner als entscheidender Moment
Die nächste Fed-Sitzung wird zum Lackmustest:
Bleibt die Notenbank standhaft?
Oder beugt sie sich dem politischen Druck?
Eines ist bereits klar: In Phasen maximaler Unsicherheit erfüllen Gold und Silber exakt die Rolle, für die sie seit Jahrtausenden gehalten werden – als stabiler Wertanker für Vermögen.